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Lehrstuhl
Metallische Werkstoffe
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Korrosion von Metallen im Kontakt zu flüssigem Glas

Ansprechpartner:

Dr. Rer. Nat. Adelheid Schütz

Korrosion von Platinelektroden in Basaltglas

Basaltfasern sind als Dämmstoff und Verstärkungsfasern bzw. Endlosfasern großtechnisch relevant, da sie eine hohe Festigkeit und Steifigkeit aufweisen und über eine gute UV- und Säurebeständigkeit verfügen. Der Rohstoff Basalt besteht aus verschiedenen Eisen- und Magnesium-Silikaten sowie calciumreichem Feldspat, dessen Zusammensetzung ebenso wie der Schwefelgehalt variieren kann.

Obwohl Platin- bzw. Platinrhodiumlegierungen über ausgezeichnete chemische und korrosive Beständigkeit sowie thermische Stabilität verfügen, kommt es bei längerfristigem Kontakt mit hochkorrosiven Schmelzen wie Basaltschmelzen zum Versagen von Platinbauteilen (z.B. durch Versprödung oder Bildung eines niedrig schmelzenden Eutektikums). Grundsätzlich ist die Degradation von Platin in Gegenwart von Läutermittel oder den sogenannten „Platingiften“ unausweichlich, jedoch sollte diese über das Verständnis der Wirkmechanismen minimierbar sein. Eine detaillierte Untersuchung der Mechanismen und der Korrosionskinetik von Platinlegierungen in Basaltschmelzen steht noch aus.

Ein wesentliches Ziel des Projektes ist es daher, die Korrosionsmechanismen von Platinmaterialien an den Grenzflächen zu Basaltschmelzen im Detail zu verstehen und insbesondere den Einfluß von Schwefel und Eisen auf die Mikrostruktur von Platinlegierungen zu untersuchen. Versuche werden mit unterschiedlichen Eisen- und Schwefelkonzentrationen durchgeführt, um Gefügeveränderungen und Korrosionsprodukte bis in den nm-Bereich zu charakterisieren.

CrPt Phasendiagramm 

Laborschmelzofen am Lehrstuhl für Metallische Werkstoffe der Universität Bayreuth.
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